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Das Ende von Eddy

Ein gutes Buch. Aber ein gewaltiges Buch, oft hart zu lesen. Sprachgewaltig, eingängig, direkt. Direkt ins Herz.

Eddy Befreiungsschlag aus der Enge der Provinz, sein Überwinden des ewigen „Anders“-Seins, das geht extrem nah. Wir alle haben uns schon mal fehl am Platz, im falschen Leben gefühlt, gerade die Provinzkinder unter uns können das nachvollziehen. Die Enge des Dorfes, die Enge der Kleinstadt, wo man immer das Gefühl hatte, nicht dazu zu gehören, falsch zu sein, irgendwie anders zu sein.

An Eddy ist ganz und gar nichts falsch, aber er ist nicht so , wie Jungs zu sein haben: stark und proletig, an Fussball und Saufen interessiert. Nein, er spricht ein bißchen zu hoch, die Hüften schwingen etwas zu weiblich und irgendwann wird klar: er ist an Jungs interessiert.

Und Eddy kriegt permanent auf die Fresse. Auch das Lesen dieses Buches fühlt sich so an, man zuckt so oft zusammen, denkt „das kann doch nicht wahr sein, nicht heutzutage, nicht wirklich?“ Leider sind es immer noch Realitäten. Und auch wenn ich kein schwuler Junge in Frankreich bin, ich habe mich mit vielem in diesem Buch wiedergefunden. Denn dies ist kein Buch übers Schwulsein, dies ist ein Buch übers Anderssein.

Eindeutige Leseempfehlung!