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Das Schweigen meiner Mutter

Mein zweites Lizzie Doron Buch. Spätestens jetzt bin ich Fan. Ich mag ihre klare Sprache, ihre Art zu beschreiben und zu erzählen. Dieses Buch passte gerade instinktiv aus sehr persönlichen Gründen. Die Hauptperson dieses Buches versucht seit Kindheitstagen zu verstehen, wer ihr Vater war, wo er hin ist und was ihm geschehen ist, doch die Mutter schweigt, der ganze Ort schweigt, obwohl alle augenscheinlich wissen, was mit ihm ist. Diese Frage begleitet sie mit ins Erwachsenenleben, sie muss oft hören „Warum lässt Du die Vergangenheit nicht ruhen, welchen Unterschied würde es machen?“ Doch Stück für Stück erfährt sie, versteht sie, lernt ihre Mutter zu verstehen, ihre eigene Kindheit und ihre Familiengeschichte.

Die Vergangenheit ist nie abgeschlossen.

Das unterschreibe ich vollends. Nur, wer die Wurzeln kennt, versteht. Versteht sich und seine Familie. Nebenbei erzählt diese Buch von der Shoa und ihren Folgen für Familien, von Schicksalen, Traumata und dem Nachkriegsleben in Israel. Auch ein Thema, das mich jenseits vom Geschichtsunterricht , der lange zurück liegt, in letzter Zeit stärker beschäftigt, so dass ich scheinbar instinktiv auch wieder Büchern greife, die thematisch passen.

Kurzum: Leseempfehlung!