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Der Kommissar und das Schweigen

Wie gesagt, ich bin sonst nicht so die Krimi-Mimi, habe aber in der Bretagne der Bretagne geschuldet die Dupin Romane gelesen und auch Donna Leon waren immer schöne Urlaubslektüren. Gerne mochte ich tatsächlich aber die Mankell Krimis. Von Hakan Nesser bislang nie was gelesen. Aber neulich stand eine Kiste voller Bücher bei uns auf der Straße, da wurde der Nesser als „Zwischendrin“ – Buch mitgenommen. Habe auch jetzt erst gemerkt, dass es der 5. Band einer Reihe ist, was aber beim Lesen nicht auffiel, weil die Bücher ja ohnehin in sich abgeschlossene Fälle sind.

Die Story ist ohne Spoiler recht schnell erzählt: Der Kommissar Van Veeteren (ich war und bin ob des Namens und weiterer Namen und Orstnamen im Buch übrigens immer noch verwirrt, ob es jetzt in den Niederlanden oder Belgien spielt oder wie bei Nesser vermutet in Schweden. Vermutlich hätte man für diese Frage doch von Band 1 dabei sein müssen) will eigentlich in den Urlaub nach Kreta, es ist eine Höllenhitze (in Belgien, den Niederlanden oder Schweden) und es gehen rätselhafte anonyme Anrufe bei der Polizei ein, dass aus einem Ferienlager ein Mädchen verschwunden sei. In besagtem Ferienlager aber, das eine merkwürdige Sektengemeinschaft „Kirche des reinen Lebens ist“ weiß man aber nichts vom Verschwinden eines Mädchens …

Schön finde ich an den schwedischen Romanen ja stets die lakonischen Charaktäre der Kommissare, die meist etwas unaufgeregt bis muffig daherkommen, ähnlich wie mein Tatort-Lieblingskommissar aus Kiel, Borowski. Auch die Düsternis ist beiden zuteil.

Ähnlich wie beim Tatort dachte ich hier spätestens auf der Hälfte auch zu wissen, was die Lösung ist, habe mich dann aber doch überraschen lassen müssen. Dafür schon mal: gelungen.

Insgesamt nicht verwunderlich: wird nicht mein letzter Nesser gewesen sein, eignet sich hervorragend für Zwischendurch und Urlaube. Ich glaube, ich werde Van Veeteren mal von Anfang begleiten. Durch die Niederlande. Oder Belgien. Oder Schweden.