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Die Geschichte der Bienen

Maja Lundes Roman ist momentan in aller Munde und hochgelobt. Zu Recht! Ich hab eine Weile gebraucht, es zu kaufen, weil ich naiver- oder arroganterweise dachte „Bienen? Langweiliges Thema“. Natürlich nicht!

Dieser Roman, der zu drei verschiedenen Zeiten spielt - in der Vergangenheit Mitte des neunzehnten Jahrhunderts, mehr oder weniger der Gegenwart im Jahr 2007 und der Zukunft im Jahr 2098 - erzählt die Geschichte der Bienen aus drei verschiedenen Perspektiven und macht deutlich, wie immens wichtig die Bienen für uns sind und lässt auch das eigene Verhalten und die Ausgangs-Naivität „Bienen? Langweilig.“ schnell überdenken.

Der Roman hat mich wirklich extrem gefesselt und ich habe das Buch an einem langen Wochenende innerhalb von 3 Tagen rasant schnell durchgelesen.

Die Geschichte des Bienenforschers William, des Bienenzüchters George und der „Ersatzbiene“ Tao, die im China der Zukunft Obstbäume bestäuben muss, weil es keine Bienen mehr auf der Welt gibt, sie alle sind glänzend erzählt und fesseln immens.

Am Ende fragt man sich, ob es längst zu spät für die Bienen und uns ist, wie wir weiterhin mit konventionellem Landbau, Pestiziden und Monokulturen umgehen wollen und ob wir nicht sehend in die Katastrophe hineisteuern. Und trotzdem hinterlässt das Buch nicht hoffnungslos.

In jedem Fall ein wirklich toll erzählter Roman, den ich sehr sehr gerne gelesen habe und jedem ans Herz legen möchte. Wenn ihr ihn nicht eh längst gelesen habt - der ist wirklich gut geeignet für die langen, fiesen Nieselherbstabende, die jetzt kommen.